MS Astor (c) TransOcean Kreuzfahrten

Neues YouTube-Video zeigt die Verschrottung der MS Astor

Auf You­Tube ist ein spek­ta­ku­lä­res Vi­deo zu se­hen, dass die Ver­schrot­tung der MS As­tor auf der Ab­wrack­werft im tür­ki­schen Aliaga zeigt – von der Stran­dung bis zu den Ab­bruch­ar­bei­ten, die schon er­staun­lich weit fort­ge­schrit­ten sind. Bald wird das be­liebte Schiff, das viele Jahre für Tran­so­cean Kreuz­fahr­ten un­ter­wegs war, nicht mehr zu er­ken­nen sein.

Wie wir be­reits be­rich­tet ha­ben, wurde das ehe­ma­lige Kreuz­fahrt­schiff von Cruise & Ma­ri­time Voya­ges (CMV) nach der In­sol­venz der bri­ti­schen Ree­de­rei im Ok­to­ber 2020 ver­stei­gert und von ei­nem nicht be­kann­ten Bie­ter um nur 1,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar er­wor­ben. Schon da­mals war klar, dass es ver­schrot­tet wird.

Ende No­vem­ber wurde die MS As­tor dann auch in Aliaga zur Ver­schrot­tung ge­stran­det – di­rekt ne­ben der Car­ni­val Fan­tasy, Car­ni­val In­spi­ra­tion, Car­ni­val Ima­gi­na­tion, Mon­arch of the Seas und So­v­er­eign of the Seas, de­ren Ab­bau schon frü­her be­gon­nen hatte. Ein wei­te­res se­hens­wer­tes You­Tube-Vi­deo zeigt das Schick­sal der drei Car­ni­val-Schiffe, die al­le­samt so­gar noch jün­ger wa­ren als die 33 alte MS As­tor:

Die MS As­tor wurde von der How­aldts­werke Deut­sche Werft AG (HDW) in Kiel ge­baut und 1987 auch un­ter die­sem Na­men von Saf­ma­rine in Dienst ge­stellt. Bei ei­ner Größe von rund 20.ooo BRZ bot sie Platz für ma­xi­mal 590 Pas­sa­giere in 295 Ka­bi­nen. Von 1988 bis 1995 war sie als „Fe­dor Dos­to­jew­skij“ im Ein­satz, von 1996 bis 2009 als „As­tor“ für Tran­so­cean Tours und nach der In­sol­venz des Un­ter­neh­mens ab 2010 für die neu ge­grün­dete Tran­so­cean Kreuz­fahr­ten GmbH. Ei­gen­tü­mer des Schiffs war be­reits da­vor die Pre­mi­con AG.

MS As­tor (c) Tran­so­cean Kreuz­fahr­ten

Mit der Über­nahme von Tran­so­cean durch Cruise & Ma­ri­time Voya­ges (CMV) im Jahr 2014 wurde die MS As­tor im Win­ter von Tran­cocean und im Som­mer von CMV ge­char­tet. Nach der In­sol­venz von Pre­mi­con kaufte die Glo­bal Ma­ri­time Group als CMV-Mut­ter­ge­sell­schaft dann noch im sel­ben Jahr das Schiff. 2021 sollte es den deut­schen Markt ver­las­sen und künf­tig von CMV als „Ju­les Verne“ auf dem fran­zö­si­schen Markt ein­ge­setzt wer­den. Die Pleite von CMV hat das aber ver­hin­dert.