celestyal olympia santorin 01

Weiteres Kreuzfahrtschiff wird in Indien verschrottet

Ein vier­tes ehe­ma­li­ges Kreuz­fahrt­schiff von Royal Ca­rib­bean ist auf dem Weg nach In­dien, wo es ver­schrot­tet wird. Das Schiff, das zu­nächst als Song of Ame­rica un­ter­wegs war, hat mehr als 40 Jahre Be­trieb für ver­schie­dene Kreuz­fahrt­ge­sell­schaf­ten hin­ter sich.

Ende 2023, als das 1.664-Gäste-Schiff un­ter dem Na­men Ce­les­tyal Olym­pia für Ce­les­tyal Crui­ses fuhr, wurde be­kannt ge­ge­ben, dass es au­ßer Dienst ge­stellt und in den Ru­he­stand ver­setzt wer­den würde, was zu die­sem Zeit­punkt be­stä­tigte, dass es letzt­end­lich ver­schrot­tet wer­den würde. Ihr Aus­stieg fiel mit der Über­nahme der AI­DA­aura durch Ce­les­tyal Crui­ses zu­sam­men, dem äl­tes­ten Schiff in der Flotte von AIDA Crui­ses, aber im­mer noch jün­ger ist als die ehe­ma­lige Song of Ame­rica, die 2003 in Dienst ge­stellt wurde.

Ce­les­tyal Crui­ses ver­kaufte das Schiff im Jän­ner 2024 an eine Bil­lig­flag­gen­ge­sell­schaft, die es auf den Na­men Bella For­tuna taufte, der schließ­lich zu Fortu ver­kürzt wurde.

Am 22. Jän­ner 2025 trat die der­zei­tige Fortu ihre letzte Reise von den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten aus an, mit Kurs auf die größte Ab­wrack­werft der Welt in Alang in In­dien. Ihr Sta­tus wird als „zum Ab­wra­cken“ an­ge­ge­ben. Sie ist auch nicht das erste ehe­ma­lige Schiff von Royal Ca­rib­bean, das das glei­che Schick­sal er­eilt. Die Sun Vi­king, die 1972 als drit­tes Schiff in die Flotte auf­ge­nom­men wurde, wurde 2022 in In­dien ab­ge­wrackt, nach mehr als 50 Jah­ren im Dienst. Ihre äl­te­ren Schwes­tern, Song of Nor­way und Nor­way Prin­cess, wur­den 2014 be­zie­hungs­weise 2015 ver­schrot­tet.

Celestyal Olympia c Celestyal Cruises
Ce­les­tyal Olym­pia (c) Ce­les­tyal Crui­ses

Die Song of Ame­rica, wie sie da­mals hieß, fuhr von 1982 bis 1999 un­ter Royal Ca­rib­bean und ist als fi­nan­zi­el­ler Er­folg und Pio­nier für die Kreuz­fahrt­ge­sell­schaft in Er­in­ne­rung ge­blie­ben. Mit 37.700 Brut­to­raum­zahl galt sie einst als ei­nes der größ­ten Kreuz­fahrt­schiffe der Welt. Sie ge­hörte zur zwei­ten Ge­ne­ra­tion von Kreuz­fahrt­schif­fen, die auf den Schif­fen der 1960er Jahre auf­bau­ten, die alle um die 40.000 Brut­to­raum­zahl hat­ten und min­des­tens 1.000 Gäste auf­neh­men konn­ten.

Für Royal Ca­rib­bean führte die Song of Ame­rica dazu, dass das Un­ter­neh­men wei­ter­hin grö­ßere, bes­sere und in­no­va­ti­vere Kreuz­fahrt­schiffe be­stellte, und be­grüßt mit der Star of the Seas in die­sem Som­mer das 29. Schiff in der Flotte.

Die Song of Ame­rica war auch das erste Schiff, das die be­rühmte Vi­king Crown Lounge ein­führte, eine be­liebte Bar und Tanz­flä­che, die noch im­mer auf fast al­len Schif­fen von Royal Ca­rib­bean In­ter­na­tio­nal zu fin­den ist.

celestyal olympia patmos 01
Ce­les­tyal Olym­pia vor Pat­mos (c) Ce­les­tyal Crui­ses

Ende 1998 wurde das Schiff an Sun Crui­ses ver­kauft und in Sun­bird um­be­nannt, ob­wohl es für ei­nige Mo­nate an Royal Ca­rib­bean zu­rück ver­char­tert wurde, .Im Jahr 2005 wurde sie nach der Auf­lö­sung von Sun Crui­ses als Thom­son De­stiny an Thom­son Crui­ses ver­kauft und fuhr bis 2012 un­ter die­ser Marke, da­nach wech­selte sie für zwei Jahre als Louis Olym­pia zu Louis Crui­ses. Wäh­rend die­ser Zeit diente sie als schwim­men­des Ho­tel für die Olym­pi­schen Win­ter­spiele 2014 in Sot­schi in Russ­land.

Ihr letz­tes Jahr­zehnt von 2014 bis 2024 als Kreuz­fahrt­schiff ver­brachte das Schiff als Ce­les­tyal Olym­pia. Das be­vor­ste­hende Schick­sal des his­to­ri­schen Schiffs auf der Ab­wrack­werft mag zwar düs­ter klin­gen, aber es könnte trotz­dem ein neues Le­ben auf See ge­ben, al­ler­dings in an­de­rer Form. Wäh­rend der Ab­wra­ckung wird ein Groß­teil der Ma­te­ria­lien, aus de­nen das Kreuz­fahrt­schiff be­steht, für die Ver­wen­dung auf zu­künf­ti­gen Schif­fen re­cy­celt, bei­spiels­weise durch das Ein­schmel­zen von Me­tal­len, die zu neuen Rumpf­plat­ten ver­ar­bei­tet wer­den.

Total
0
Shares
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN