Sapphire Princess: Bergung von fünf Leichen im Mittelmeer

Wie die Platt­form Crew­Cen­ter schreibt, musste die Sap­phire Prin­cess wäh­rend ih­rer Reise durch das west­li­che Mit­tel­meer ih­ren Kurs än­dern, nach­dem am spä­ten Nach­mit­tag des 21. April ein Be­sat­zungs­mit­glied ei­nen oran­ge­far­be­nen Ge­gen­stand im Was­ser trei­bend ent­deckt und so­fort Alarm ge­schla­gen hat. Schließ­lich sind fünf Lei­chen ge­bor­gen wor­den.

Was zu­nächst für eine mög­li­che Mann über Bord-Si­tua­tion ge­hal­ten wurde, ent­wi­ckelte sich schnell zu ei­nem Groß­ein­satz. Die Brü­cken­be­sat­zung ord­nete die Um­kehr des Schif­fes und eine Un­ter­su­chung an. Wie sich spä­ter her­aus­stellte, han­delte es sich bei dem Ge­gen­stand um eine Ret­tungs­weste.

Ret­tungs­wes­ten (c) Ma­thias Re­ding via Un­s­plash

Wäh­rend das Schiff in dem Ge­biet seine Po­si­tion än­derte, mach­ten die Be­sat­zungs­mit­glie­der eine schreck­li­che Ent­de­ckung. Fünf Lei­chen wur­den im Was­ser rund 140 See­mei­len vor der Küste von Cabo de Pa­los zwi­schen Spa­nien und Nord­afrika ge­sich­tet. Die Sap­phire Prin­cess, die von Ca­gliari auf der ita­lie­ni­schen In­sel Sar­di­nien aus ge­star­tet war, lei­tete eine mehr­stün­dige Such- und Ber­gungs­ak­tion ein, bei der die Ein­satz­kräfte die Um­ge­bung sorg­fäl­tig ab­such­ten, um si­cher­zu­stel­len, dass nie­mand mehr zu­rück­ge­las­sen wor­den war.

Wäh­rend ei­ner drei­stün­di­gen Ber­gungs­ak­tion barg die Be­sat­zung mit Ret­tungs­boo­ten die Lei­chen aus dem Meer. Laut Ka­pi­tän han­delte es sich bei den Ver­stor­be­nen we­der um Pas­sa­giere noch um Be­sat­zungs­mit­glie­der des Schif­fes. Die Be­hör­den ver­mu­ten nun, dass es sich bei den Op­fern um Mi­gran­ten ei­nes Schif­fes han­delte, das zu­vor in der Re­gion als ver­misst ge­mel­det wor­den war. Die Stim­mung an Bord kippte schlag­ar­tig. Die Gäste be­schrie­ben den Mo­ment als zu­tiefst be­drü­ckend. Aus Re­spekt wur­den die Ja­lou­sien in den Speise- und Auf­ent­halts­be­rei­chen her­un­ter­ge­las­sen.

Cabo de Pa­los (c) Mauro Shared Pic­tures via Un­s­plash

Der Ka­pi­tän er­kannte die emo­tio­nale Trag­weite des Er­eig­nis­ses und wandte sich an Gäste und Be­sat­zung, um ih­nen psy­cho­lo­gi­sche Be­treu­ung und Un­ter­stüt­zung an­zu­bie­ten. Für die Be­sat­zungs­mit­glie­der, die zwar für Not­fälle aus­ge­bil­det, aber den­noch zu­tiefst mensch­lich sind, war dies ein schwer zu ver­ar­bei­ten­des Er­leb­nis.

Das Schiff be­gab sich an­schlie­ßend nach Car­ta­gena, wo die fünf Lei­chen wür­de­voll zur Ob­duk­tion über­führt wur­den. Die Be­hör­den ha­ben Er­mitt­lun­gen ein­ge­lei­tet, um die Iden­ti­tät der Op­fer und die Um­stände ih­rer Reise zu klä­ren. Die Be­sat­zung der Sap­phire Prin­cess hat diese un­glaub­lich schwie­rige Si­tua­tion mit Pro­fes­sio­na­li­tät, Für­sorge und Würde be­wäl­tigt.

Un­sere Ge­dan­ken sind bei den Ver­stor­be­nen, ebenso wie bei al­len im Mit­tel­meer auf der Su­che nach ei­nem bes­se­ren Le­ben töd­lich Ver­un­glück­ten und de­ren An­ge­hö­ri­gen.

www.princesscruises.at

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